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Kleiner Helfer für den Webmaster:FTP-Watchdog 2.0:
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Webmasters Alptraum
Ganz gleich ob es um Änderungen an HTML-Seiten geht, die Fehlersuche in Skripten
oder etwa auch den Upload von Webcam-Bilder und Digitalfotos: Immer wieder folgt
das entnervende Geklicke im FTP-Client, um die neuesten Dateiversionen auch auf
der Homepage aktuell zu halten. Zwar bieten viele FTP-Clients heute bereits recht
ausgereifte Publishing-Funktionen. Doch diese sind oft recht kompliziert und zudem
nicht immer wirklich geeignet.
Besser automatisch
Hier setzt das Tools&More-Utility FTP-Watchdog an: Einmal für den FTP-Upload eingestellt,
wartet das praktische Tool im Hintergrund auf Änderungen in dem vereinbarten lokalen
Verzeichnis auf Ihrer Festplatte. Wird eine solche entdeckt, öffnet der FTP-Watchdog
automatisch eine Verbindung zum Server und lädt alle geänderten Dateien an die
betreffende Stelle. Bei der täglichen Arbeit gestaltet sich das ganze so, als würde
man tatsächlich direkt auf dem Server arbeiten - mit dem enormen Vorteil, aber
alle Dateien zugleich lokal zur Verfügung und gesichert zu haben.
Den FTP-Watchdog konfigurieren
Bevor das Utility seine Arbeit aufnehmen kann, muss es noch mit verschiedenen
Angaben im Frame Konfiguration ausgestattet werden:
Name des FTP-Servers: Hier ist der Name oder die IP-Adresse des Servers
zu nennen, den man per FTP ansteuern möchte. Wichtig: Das Protokollpräfix
ftp:// muss hier nicht mit eingegeben werden.
Passives FTP: Markieren Sie diese Option, falls Sie über einen Proxy
oder Firewall mit dem Internet verbunden sind. Ist dieser Punkt deaktiviert,
so wird aktives FTP verwendet.
FTP-Benutzername: In dieses Feld ist der Benutzername für den Zugriff
auf den oben genannte FTP-Server einzutragen. T-Online-Benutzer, die den providereigenen
Web-Space nutzen wollen, sind bereits durch die Einwahl authentifiziert und können
dieses Feld frei lassen.
FTP-Passwort: Damit Ihnen der Server per FTP auch Zutritt gewährt, müssen Sie an diesem Punkt das zum Benutzernamen passende Passwort angeben. Auch hier gilt wieder: T-Online-Benutzer, die den providereigenen Web-Space nutzen wollen, sind bereits durch die Einwahl authentifiziert und können dieses Feld frei lassen.
Was liegt wo?
Damit sind die Angaben für den FTP-Zugang zum Server abgeschlossen. Als nächstes
ist das zu überwachende lokale Verzeichnis und dessen Pendant auf dem Server festzulegen:
Lokales Verzeichnis: Hier stellt man ein, welches Verzeichnis auf dem
lokalen PC vom FTP-Watchdog auf Änderungen hin überwacht werden soll. Sie können
den Pfad manuell eingeben oder über den nebenstehenden Taster
aus dem lokalen Verzeichnisbaum auswählen.
Nur 1 Ebene: Markieren Sie diesen Punkt, falls
Dateien in eventuell vorhandenen Unterverzeichnissen ignoriert werden sollen.
Es werden dann also nur Änderungen an Dateien innerhalb des unter "Lokales Verzeichnis"
angegebenen Ordners berücksichtigt.
FTP-Verzeichnis: Tragen Sie hier das Basisverzeichnis ein, ab dem Uploads
ausgeführt werden sollen. Zwei Beispiele:
(a) Soll eine gesamte Web-Site lokal überwacht werden (lokal beispielsweise
auf e:\web\site1\) so ist als FTP-Verzeichnis das
Heimverzeichnis des zugehörigen Domainnamens einzutragen. In der Regel ist das
/.
(b) Soll nur ein Unterverzeichnis lokal überwacht werden (etwa
e:\web\site1\php\), so ist entsprechend dem vorigen
Beispiel als FTP-Pfad /php/ anzugeben.
Welche Dateien sind zu berücksichtigen?
Im Gegensatz zum ersten Release bietet Ihnen der FTP-Watchdog jetzt die Möglichkeit,
genau festzulegen, welche Dateien beim FTP zu berücksichtigen sind und welche nicht:
Textdateitypen: Tragen Sie hier die Dateitypen ein, die im Text-Modus
(ASCII) hochgeladen werden sollen (Text-Modus: Dabei
wird ein ggf. enthaltenes Zeilenendezeichen <CR>
entfernt, denn hierbei ist nur Zeilenvorschub <LF>
erlaubt - sehr wichtig bei Skripts!). Textdateien in diesem Sinne sind z.B. alle
HTML-Typen und natürlich die Skripte. Sollen etwa alle Dateien beachtet werden,
die mit .html enden, so geben sie auch genau dies
ein: .html . Weitere Typen wie etwa
.htm und .shtml schreiben
sie einfach durch ein Leerzeichen getrennt hintereinander. Dateitypen, die nicht
hochgeladen werden sollen, wie etwa Backups (.bak),
lassen Sie einfach weg. Hier ein komplettes Beispiel:
.htm .html .shtml .pl .php .php3 .php4 .txt .inc .htt
Wichtig: Alle Dateitypen, die hier nicht genannt werden, beachtet
der FTP-Watchdog auch nicht beim Text-Upload
Binärdateitypen: Tragen Sie hier die Dateitypen ein, die im Binär-Modus
(BIN) hochgeladen werden sollen (Binär-Modus:
An den hochzuladenden Daten wird nichts geändert). Das sind z.B. alle Bilder,
Sounds, Applets und natürlich Programm und Archivdateien. Sollen etwa alle Dateien
beachtet werden, die mit .jpg enden, so geben sie
auch genau dies ein: .jpg . Weitere Typen wie etwa
.jpe und .gif schreiben
sie einfach durch ein Leerzeichen getrennt hintereinander. Ein komplettes Beispiel:
.jpe .jpg .png .gif .com .exe .zip .rar .class .wav
Wichtig: Alle Dateitypen, die hier nicht genannt werden, beachtet
der FTP-Watchdog auch nicht beim Binär-Upload
Zu ignorierende Muster: In diese Zeile schreiben Sie Textfragmente,
die in den Pfad- und Dateinamen enthalten sind, die nicht hochgeladen werden
sollen. Diese Einschränkung ist ein Zusatz zu den beiden zuvor genannten Kriterien,
bezieht sich also nur auf die Pfad- und Dateinamen die sich bereits aus dem Text-
und Binär-Filter ergeben.
Falls Sie z.B. mit Frontpage arbeiten, aber auf die Frontpage-Erweiterungen keine
Wert legen, so tragen sie in das Feld _vti_ ein.
Dadurch werden alle Dateien und Verzeichnisse mit diesen Zusatzinfos beim Upload
ignoriert. Ähnlich liegt der Fall, wenn Sie in Ihrer lokalen Web-Struktur temporäre
Ordner oder Backup-Verzeichnisse haben, die Sie nicht im Web selbst haben wollen.
Tragen Sie einfach z.B. \temp und
\backup ein und schon werden diese Daten beim FTP-Abgleich
ignoriert. Mehrere Einträge sind wiederum durch Leerzeichen von einander zu trennen.
Das komplette Beispiel:
_vti_ \temp \backup
Letzte Einstellungen
Somit ist der FTP-Watchdog bereits einsatzbereit. Jetzt fehlen nur noch ein
paar Details:
Watchdog aktiv: Markieren Sie die Option, um den FTP-Watchdog scharf
zu machen und die permanente Überwachung zu starten. Ein Deaktivierung der Option
stoppt das Tool.
Fehler ignorieren: Kommt es im Betrieb zu
einem FTP-Fehler (z.B. Beim Upload oder Löschen kommt es zu einem Time out),
so wir das Tool deaktiviert und eine entsprechende Dialog-Box erscheint. Falls
das Tool trotz eventueller FTP-Fehler weiterarbeiten soll (z.B. im autonomen
Server-Betrieb), so müssen Sie diesen Punkt aktivieren. Fehler werden dann zwar
noch im Protokoll vermerkt, halten das Tool aber nicht mehr an.
Upload-Intervall: Hiermit stellen Sie ein, wann der Watchdog auf Dateiänderungen
reagieren soll. Wer per Flatrate im Internet unterwegs ist, der kann hier getrost
sofort einstellen. Andere, insbesondere wer sich
per Modem einwählen muss, können einen Zeitraum von einigen
Sekunden bis hin zu Tagen
wählen.
Sounds abspielen: Über diese Option können Sie zu den verschiedenen
FTP-Aktionen entsprechende Sounds abspielen lassen. Das ist weit mehr als nur
ein "Gimmick", es ist eine hervorragende Hilfe beim Austesten von Skripten auf
dem Web-Server: Sobald eine Datei für den Upload oder zur Löschung entdeckt wird,
hört man ein Knacken (Start der Aktion). Ist der Upload abgeschlossen ertönt
dann ein kurzer Ton und beim Ende einer Löschung ein ähnliches Geräusch wie beim
Mülleimer auf dem Desktop. Eventuelle Fehler werden überdeutlich mit einem entsprechenden
Sound angezeigt. Sobald die entsprechenden Sound abgespielt sind, wissen Sie
auch ohne Blick auf die Statuszeile des FTP-Watchdogs, welche Aktion gerade abgelaufen
ist - und können z.B. das soeben hochgeladene Skript im Browser testen. Probieren
Sie es - Sie werden es bald nicht mehr missen wollen.
Löschen ... bestätigen: Wenn Sie lokal eine Datei löschen oder umbenennen,
so wird der FTP-Watchdog diese auch auf dem Server löschen. Falls Sie (um sicher
zu gehen) hierüber zuvor informiert werden möchten, so markieren Sie diese Option.
In diesem Fall wird vor dem Löschen ein entsprechender Dialog angezeigt, über
den Sie entscheiden können ob tatsächlich gelöscht werden soll, oder ob nicht.
Autostart aktiv: Um eine möglichst transparente Anwendung des FTP-Watchdog
sicher zu stellen, sollte man das Utility gleich zusammen mit Windows starten
lassen. Setzen Sie hierfür ein Häkchen an dieser Stelle. Das Tool verankert sich
dann in der Taskleiste neben der Windows-Uhr. Bitte beachten Sie: Bei sofortigem
Start mit Windows wird auch automatisch die Option Watchdog aktiv gesetzt.
Wichtig: Seit Version 1.3 ist diese Funktion nicht mehr auf eine einzelne
FTP-Einstellung begrenzt. Sie können jetzt beliebig viele verschiedene Verzeichnisse
für beliebig viele FTP-Ziele überwachen lassen.
Dateinamen wandeln: Hier können Sie festlegen, ob die Schreibweise der Dateinamen beim Upload beibehalten werden soll, oder ob die Namen zuvor alle in Klein- oder Großschrift zu wandeln sind.
Noch ein paar Hinweise:
Die aktuelle Version des FTP-Watchdog legt selbst noch keine Verzeichnisse
auf dem FTP-Server an (Das hat historische Gründe, denn das Tool war zunächst
gar nicht für so komplexe Aufgaben gedacht). Die Struktur muss also zuvor bereits
mit einer anderen FTP-Software übertragen werden. Die Watchdog-Funktion bezieht
sich zurzeit also nur auf das Anlegen, Ändern und Löschen von Dateien im zu überwachenden
Verzeichnis.
Bitte beachten Sie die unterschiedliche Verwendung der Pfadtrennzeichen "\" (Windows) beim lokalen Ordner und "/" (Unix) dem FTP-Verzeichnis. Das Tool passt eventuelle Falscheingaben Ihrerseits automatisch an, dieser Punkt ist also ein "Feature, not a bug" ;-)